Einsatzabteilung
Die Feuerwehr Steinbach ist eine der zehn Freiwilligen-Abteilungen der Feuerwehr Baden-Baden. Das ganze Jahr stellen wir, rund um die Uhr, unsere Zeit zur Verfügung um in Notlagen zu helfen.
Längst ist der Brandschutz nicht mehr der größte Teil unseres Einsatzgebietes. Neben Gebäude- und Flächenbränden sind auch Verkehrsunfälle, Sturmschäden, Überflutungen, Brandmeldeanlagen oder Menschen und Tiere in sonstiger Not Auslöser für unsere Funkmeldeempfänger. Bei Großschadenslagen werden wir auch im gesamten Stadtkreis zur Verstärkung eingesetzt.
Jeden Mittwoch üben wir den Ernstfall, hinzukommen etliche Sonderübungen für Atemschutzgeräteträger, Maschinisten, Führungskräfte und unsere Dekon- Einheit (mehr unter Dekontamination). Auch die örtlichen Veranstaltungen wie St. Martins- und Faschingsumzug, sowie Maibaum stellen werden von der Einsatzabteilung begleitet. Hinzu kommen außerdem alle fünf Wochen Sicherheitswachdienste bei Veranstaltungen im Theater Baden-Baden, im Festspielhaus und im Kurhaus bei denen der Brandschutz von uns übernommen wird.
Die Aus-, Fort- und Weiterbildungen finden sowohl im Stadtkreis Baden-Baden, als auch auf Landesebene an der Feuerwehrschule in Bruchsal statt. Diese Angebote werden von uns gerne und regelmäßig wahrgenommen, um unser Wissen stets aktuell zu halten oder gar zu erweitern.
Wie in der „Rubrik Fahrzeuge/Technik“ zu sehen ist, stehen uns 4 Einsatzfahrzeuge zur Verfügung, von welchen drei erst im 2010 durch die Stadt Baden-Baden beschafft und in Dienst gestellt wurden.
Mit 36 Kameraden/innen und einem Durchschnittsalter von 28 Jahren ist die Steinbacher Feuerwehr eine der größeren und jüngeren Truppen im Stadtkreis. Da man nie genug Helfer haben kann, sind wir immer auf der Suche nach neuen und engagierten Mitgliedern die uns in unserem Ehrenamt unterstützen.
Wenn Sie Interesse haben und ebenfalls allzeit bereit zum Helfen sind, Vereinsleben mitgestalten und Kameradschaft erleben möchten, dann kommen Sie uns einfach besuchen - immer mittwochs 19.30 Uhr im Gerätehaus Steinbach.
Früh übt sich - auch bei der Feuerwehr! Schon in der Jugendfeuerwehr beginnt das erste Training. Überwiegend spielerisch wird hier bereits der erste Umgang mit Strahlrohr und co geübt.
Mit der Volljährigkeit kann der Dienst in der sogenannten „aktiven“ Abteilung beginnen. Um als Floriansjünger die Steinbacher Einwohner vor Unheil bewahren zu können, beginnt alles mit einem Grundlehrgang, welchen das Landesfeuerwehrgesetz vorschreibt. Dieser dauert rund 5 Monate und findet auf Stadtkreisebene statt. Dieser Lehrgang ist der Start für die 2jährige Grundausbildung. Nach Abschluss eines Leistungsnachweise ist man ausgebildeter Feuerwehrmann, oder auch Truppmann genannt.
Nach zwei Jahren kann es weiter gehen – nämlich mit dem nächsten Lehrgang zum „Truppführer“. Hier kommt man das erste Mal mit Einsatztaktiken in Berührung und übernimmt Verantwortung für Personal. Dies ist der Einstieg in die Führungsebene.
Wer sich hier im Laufe der Zeit bewährt und Spaß an Verantwortung und der Leitung von Einsätzen hat, der kann einen zweiwöchigen Lehrgang zum Gruppenführer an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal absolvieren. Von hier an darf man im Einsatzfall eine Gruppe von bis zu 8 Personen führen und trägt die Verantwortung für Mensch und Material. Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Führen einer Gruppe, einer Staffel oder eines Trupps als selbstständige taktische Einheit sowie dieLeitung eines Einsatzes mit Einheiten bis zu einer Gruppe.
Über dem Gruppenführer steht der Zugführer. Diese Ausbildung wird wieder an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal durchgeführt. Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Führen eines Zuges – einschließlich eines erweiterten Zuges – sowie die Leitung eines Einsatzes mit Einheiten bis zur Stärke eines erweiterten Zuges.
Der höchste Lehrgang ist der Führer von Verbänden. Voraussetzung ist der absolvierte Zugführer-Lehrgang. Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum Führen von Einheiten über den
erweiterten Zug (Führungsstufe C: Führen in einer Führungsgruppe) sowie die Leitung auch von Einsätzen mit Einheiten verschiedener Aufgabenbereiche auf der Grundlage der Feuerwehr-Dienstvorschrift 100 (FwDV 100).
Aufgrund der Spezialisierung der Abteilung Steinbach, absolvieren alle Truppführer den sog. "Dekon"-Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule. Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zur Handhabung der Fahrzeuge und Geräte der Einheiten ABC-Dekontamination Personen und ABC-Dekontamination Geräte.
Weiter können unsere Zugführer den Lehrgang "Führer im ABC-Einsatz" besuchen. Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum taktisch richtigen Einsatz der ABC-Ausrüstung und zum Führen entsprechend ausgebildeter taktischer Einheiten im ABC-Einsatz.
Führungskräfte der Abteilung Steinbach
| Gruppenführer | Zugführer | Verbandsführer |
| Tobias Birnbreier | Klaus Reinbold | Andreas Birnbreier |
| Timo Huck | Konrad Weil | Ralf Schaff |
| Sven Hauns | ||
| Andreas Jung | ||
| Tobias Stadelmann | ||
| Moritz Seiler |
Die Ausbildung, auch Abteilungsproben genannt, findet immer mittwochs um 19:30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Steinbach statt. Zusätzlich gibt’s es an individuellen Terminen Ausbildungstage für Maschinisten und Führungskräfte.
Die Abteilung Steinbach verfügt derzeit über 10 Ausbilder, welche gemeinsam einen Jahresplan entwerfen und sich in der Durchführung abwechseln.
Neben dem Training mit den Fahrzeugen und den darauf verlasteten Gerätschaften werden folgende Ausbildungsschwerpunkte vermittelt:
Es wird angestrebt, Übungen so realistisch wie möglich zu gestalten, sowie die Themen regelmäßig zu wiederholen. Nur so kann ein Wissenstransfer gewährleistet werden. Ob mit Nebelmaschine oder Kunstblut – je detailgetreuer und realistischer es wirkt, desto besser kann geübt werden. Hierzu sind wir auch ständig auf der Suche nach neuen Objekten, an und in denen wir üben können. Alter Keller oder leere Wohnung, große Halle, kleiner Dachboden – ganz egal, denn schließlich kann immer überall etwas passieren.
Brandeinsätze
Verhalten im Brandfall
Betreten eines Brandraumes
Gefahren an der Einsatzstelle
Training für Atemschutzgeräteträger
Atemschutznotfälle
Die Wahl der Löschmittel
etc.
Technische Hilfeleistung
Verkehrsunfälle
Technische Rettungen
Gefahrgut
Dekonstufen I – III
Notdekontamination
Grundsätze Gefahrguteinsatz
Medizinische Einsätze
Erste-Hilfe Training
Patientengerechte Rettung
Notfallmaßnahmen
History
Die Anfänge der Alarmierung führt zurück zu der Zeit, als es noch keine organisierte Feuerwehr gab. Wurde ein Feuer entdeckt, wurde eine spezielle Feuerglocke, die im Kirchturm installiert war, geläutet. Ein anderes Beispiel ist der sogenannte Feuerreiter, der bei einem Feuer durch die Stadt ritt und mittels einer Trompete die Mitglieder der Löschmannschaften alarmierte.
Heutiger Stand
Derzeit werden die Feuerwehrkräfte im Stadtkreis Baden-Baden über sogenannten FunkMeldeEmpfänger (FME) alarmiert. Dies geschieht über die Leitstelle der Feuerwehr Baden-Baden, die über dem 4m Sprechkanal im BOS-Netz eine Schleife (5-Ton Folge) auslöst.
Geschieht dies begeben sich die Feuerwehrmitglieder, teils vom ihrem Arbeitsplatz, ins Feuerwehrgerätehaus. Dort zieht sich jeder seine Ausrüstung an und besetzt die Fahrzeuge um zum Einsatzort auszurücken.
Jede Abteilung hat eine persönliche Schleife, somit muss nicht mehr wie früher die Sirene vor Ort ausgelöst werden. Dies nennt man auch "stille Alarmierung", die auch zur Entlastung der Zivilbevölkerung eingeführt wurde, da die Sirene in der Regel 24 h am Tag nicht ausgelößt wird. Es gibt auch sogenannte Fahrzeugmelder, mit dem jedes Erst- und Sonderfahrzeug ausgestattet ist. Wenn eine Abteilung mit ihrem Erstfahrzeug "Einsatzbereit über Funk" ist kann dieser Fahrzeugmelder ausgelöst werden.
Der Funkmeldeempfänger
Die Mitglieder der Steinbacher Wehr besitzen 2 Modelle der FME, auch umgangssprachlich Piepser genannt. Zu einem den Motorola BMD und zu anderem den Swissphone Quattro.
Der Motorola wurde 1984 eingeführt und besitzt meistens nur eine Schleife, da er relativ unflexibel ist was das Programmieren 2er Schleifen betrifft. Denn es darf sich nur eine der letzten 3 Stellen der 5-Ton Folge ändern. Bei einem Alarm ertönt ein Alarmton und dieser schaltet für eine kurze Zeit den Funk auf. Danach wird der Funk wieder geschlossen und alle 30 Sekunden ertönt ein Signalton bis man ihn quittiert.
Der Swissphone Quattro ist eine neuere Generation der FME, denn man kann mehrere Schleifen auf ihn programmieren. Er hat auch die Funktion, dass man ihn lautlos stellen kann. Ebenso hat er einen eingebauten Vibrationsalarm. Bei einem Alarm ertönt wie beim BMD ein Alarmton und er schaltet für eine kurze Zeit den Funk auf, zusätzlich wird auf dem Display angezeigt welche Schleife ausgelöst wurde und eine LED signalisiert, dass er ausgelöst wurde. Danach wird der Funk wieder geschlossen und alle 30 Sekunden ertönt ein Signalton bis man ihn quittiert.
Sirenensystem
Im Stadtkreis Baden-Baden existiert noch das Sirenensystem, durch die die Feuerwehrangehörigen früher alarmiert wurden. Ausgelöst werden die Sirenen im Rebland direkt von der Leitstelle in Baden-Baden über eine eigenen zugewiesenen Schleife. Andernorts wurden die Sirenenanlagen nach Ende des Kalten Krieges demontiert. Nicht so im Stadtkreis den dort werden sie heute immer noch betrieben und vierteljährig zum Funktionstest ausgelöst. Dies Erfolgt, damit die Auslösung eines Alarms im Falle einer Großschadenslage wie Großfeuer, Hochwasser oder Sturmwarnung gewährleistet ist. Im Falle einer Auslösung bedeutet das für die Bevölkerung eine Gefahr, und wird gebeten das Radio einzuschalten in dem dann Informationen über die Lage mitgeteilt werden.

















